Florenz Sprache @ Geschichtliches zur Geburt der italienischen Sprache in Florenz
Die Geburt der italienischen Sprache in Florenz
Die ersten großen Vorreiter der gesprochenen italienischen Sprache waren Francesco d’Assisi und Jacopone da Todi . Jahrhundertelang lebten sowohl die italienischen Volkssprachen als auch das lateinische, das hauptsächlich von den Gebildeten benutzt wurde, nebeneinander fort. Erst im 13. Jahrhundert prägten Schriftsteller die weitere Entwicklung des Italienischen entscheidend. Hier ist vor allem
Dante Alighieri zu nennen, der eine leicht veränderte Form des florentinischen Dialekts in seinen Werken verwendete. Er schrieb auch die Beschlüsse für die Stadtverwaltungen und so kam es, dass die Florentiner Sprache bzw. das Toskanische immer mehr zur italienischen Gebrauchssprache wurde. Weiteren Einfluss nahm dann noch Pietro Bembo (1470 – 1547). In dieser Zeit wurde viel über Form und Status der italienischen Sprache diskutiert. Er setzte schließlich die historische Form der Sprache durch, die auf das Toskanische des 13/14. Jahrhunderts zurückging. Die wirkliche Vereinheitlichung, besonders der gesprochenen Sprache, erfolgte allerdings erst infolge der nationalen Einigung. Als italienische Einheitssprache setzte sich im 19. Jahrhundert im vereinigten Italien der florentinische Dialekt durch. Zu verdanken ist dies unter anderem der zweiten Fassung des Romans „I promessi sposi“ von
Alessandro Manzoni (1785-1873).