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Das Casentino-Tal - Pfarrkirchen und Abteien

Pfarrkirche Santa Maria Assunta (Stia), XI. Jahrhundert
Die Pfarrkirche befindet sich bei einer der schönsten Piazze in der Toskana. Im Innern weisen die auf monolitischen Säulen eingemeißelten Kapitelle Bildhauerwerke symbolischer Bedeutung auf und bieten dem Touristen den eindrucksvollsten Teil der Besichtigung dieser Kirche. Es zeigt wertvolle Kunstwerke von Bicci di Lorenzo, von Maestro di Borgo alla Collina, von Andrea della Robbia, ein altes Tafelbild aus dem 13. Jh., das eine klare Beziehung zum neuen Darstellungsstil Giottos verrät.

Pfarrkirche San Pietro a Romena (Pratovecchio), XI. Jahrhundert

Pieve di Romena
Vom Gesichtspunkt der Architektur handelt es sich um die wichtigste Pfarrkirche im ganzen Oberen Casentino-Tal und es wurde auf einen ursprünglichen etruskischen und römischen Sakralbau errichtet. Die Apsis wird sowohl von innen als auch von außen her betrachtet, durch Lisenen und kleine Bogen, Säulchen und einbogige Fenster geschmückt, die ein elegantes und raffiniertes Beispiel bieten. Die fein verzierten Kapitelle verwirklichen die bedeutendste Darstellung des romanischen Stils im Casentino-Tal, und erreichen den Höhepunkt, was die Ausdruckskraft betrifft, bei der Darstellung menschlicher und tierischer Figuren.

Pfarrkirche Santa Maria Assunta (Montemignaio), XI. Jahrhundert
Im Innern zeigt die Kirche eine Serie von sich aufeinanderfolgenden und mit Fresken bereicherten Säulen und Pfeilern, ein Tempera-Tafelbild, das Rossello di lacopo Franchi zugeschrieben wird und eine vielfarbige glasierte Terrakotta-Skulpturgruppe im Stil der Della Robbia.

Pfarrkirche von San Martino a Vado (Strada in Casentino), XI. Jahrhundert
Es handelt sich um eine Kirche die mehr als die anderen im Oberen Casentino-Tal gelegenen Pfarrkirchen, noch die ursprüngliche Baustruktur beibehalten hat. Es verfügt über eine einfache architektonische Struktur, weist aber bei den Kapitellen das bedeutendste plastische Element auf. Die Verzierungen mit Blumenmotiven sind aufs Genaueste aufgeführt und die menschlichen Figuren zeigen eine besondere Ausdruckskraft bei der Darstellung und eine bemerkenswerte Plastizität was die Formen betrifft.

Badia di (Abtei von) San Fedele (Poppi), Ende X. Jh.
Auf den schmucklosen Wänden treten Wertvolle Gemälde aus verschiedenen Epochen hervor. Die Kirche weist Werke von Jacopo Ligozzi, Francesco Morandini, Maestro della Maddalena, Solosmeo, Portelli, Davanzati, die Silberbüste vom Seligen Torello und ein Kruzifix im Stil Giottos auf.

Pfarrkirche Santa Maria Assunta (Badia Prataglia), X. Jahrhundert
Die weitausgedehnte Krypta stellt das bedeutendste Teil dieses Sakralbaus dar. Die Kapitelle der Zentralsäulen sind römische Marmorkapitelle, die wieder benutzt und zum Teil wieder verarbeitet worden sind.

Pfarrkirche Santi Ippolito e Donato (Bibbiena), Anfang XIII. Jh.
Im Innern, zusammen mit anderen wertvollen Kunstwerken, befinden sich eine wunderschöne Holzfigurengruppe aus dem 13. Jh., Leinwandgemälde von Ligozzi, Balducci, ein Triptychon, Meisterwerk von Bicci di Lorenzo, und eine seltene Altartafel von Cola di Camerino.

Pieve (Pfarrkirche) a Socana (Castel Focognano)
Die Kirche ist seit 2600 Jahren eine Kultstätte, deswegen sind dabei drei Kulturen vertreten: die etruskische, die römische und die christliche. Archäologische Grabungen brachten einen großartigen Opferaltar und die Treppe eines Tempels aus der etruskischen Periode zu Tage. Römischen Ursprungs ist der walzenförmige Teil des Glockenturms, der mit Lisenen geschmückt ist. Der achteckige obere Teil, stammt aus der Periode der zweiten christlichen Kirche. Auf die christliche Periode sind die drei übereinan-derliegenden Kirchen zurückzuführen.

Badia Santa Trinita in Alpe (Talla)
Am Fuße von Pratomagno gelegen, wo die Ausläufer von wunderschönen Kastanienwäldern und Tannenpflanzungen verborgen werden, halten die erstaunlichen Bezeugungen der Benediktiner-Abtei von Santa Trinita, die auch Weihquelle genannt wird, der Zeit stand. Vor dem Jahr Tausend von deutschen Mönchen entlang einer alten römischen Route errichtet, die das Valdarno-Tal mit dem Casentino verband, ist diese Abtei eng mit dem Phänomen der Verbreitung des Kloster-und Einsiedlerlebens verbunden, die zur Zeit in Italien und im ganzen Europa stattgefunden hat. Die Reste dieser Kirche bezeugen den traurigen und erbarmungslosen Zeitverlauf, der die Überreste dieses ruhmreichen Klosterkomplexes fast ausgelöscht hat, der sogar dem über ihn empörragenden Berg seinen Namen gegeben hatte.

Wallfahrtsort von Santa Maria delle Grazie (Stia)
Es handelt sich um einen eleganten Bau im Stil der florentinischen Renaissance, der etwa 5km von Stia entfernt, auf dem Weg nach Londa, gelegen ist. Im Innern sind zwei Kunstwerke von Künstlern, die dem Stil der Della Robbia gefolgt haben, ein Fresko im Stil von Ghirlandaio und ein Gemälde von Paolo Schiavo bewahrt.

Oratorium der Heiligen Wundmale St. Franziskus (Bibbiena)
Das Oratorium stellt ein Beispiel von Architektur und Stuckarbeit nach dem reinsten Rokokostil dar, das sehr selten in der Toskana in einem so guten Erhaltungszustand zu finden ist. Die Fresken, ein Werk von Giuseppe Parenti, reichen auf das Jahr 1770 zurück, während die Fassade im Stil des Neoklassizismus aufgeführt wurde.

Pieve a Sietina (Capolona)
Mit drei Außenapsiden geschmückt, beinhaltet es Fresken aus dem 14. Jh. und Fresken im Stil der Renaissance.


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