Domplatz und Umgebung : Das Baptisterium

Das Baptisterium
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Das Baptisterium in Florenz - Piazza di San Giovanni ....
Das Baptisterium in Florenz
Das Baptisterium (Taufkirche) gehört zu den ältesten Gebäuden von Florenz. Man vermutet, dass das Baptisterium schon im 5. Jahrhundert im romanischen Stil anstelle eines romanischen Tempels gebaut wurde. Von außen ist der typisch romanische Stil von Florenz zu erkennen an dem weißen und grünen Marmor. Die drei wirklich kostbaren Bronzetüren der Taufkirche stellen auf einzelnen Tafeln die Geschichte der Menschheit und deren Erlösung dar. Die südliche Tür, die gleichzeitig die älteste Tür ist, ist das Werk des Bildhauers Andrea Pisano und wurde 1336 fertiggestellt. Die nördliche Tür wurde von Lorenzo Ghiberti geplant: Auf den Tafeln dieser Tür sind Szenen aus dem Neuen Testament, Kirchenväter und Evangelisten dargestellt. Nach Vollendung dieses spätgotischen Werkes machte sich Ghiberti an die Planung der östlichen Tür. Dieser Osteingang des Baptisteriums von Florenz wurde nach 28 Jahren harter Arbeit fertig. Die Tafeln dieser Tür sind vollständig vergoldet und enthalten Szenen aus dem Alten Testament. Diese Tür erregte so großes Aufsehen, dass Michelangelo ihr den Namen Paradiestür gab. Dieser Name blieb ihr bis heute erhalten. Die Tafeln, die man heute an dieser östlichen Tür sieht, sind Kopien. Die Originale von Ghiberti sind im Museum dell’Opera zu besichtigen. Das Innere des Baptisteriums erinnert an das Pantheon von Rom. Hier sollte man sein Augenmerk auf die einzigartige Kuppel des Baptisteriums, die vollständig mit Glasmosaiken geschmückt ist, lenken. Diese Arbeiten wurden von venezianischen Meistern nach Vorlage von Florentiner Künstler, darunter Cimabue, vollzogen. Sie begannen mit ihren Arbeiten ca. im Jahre 1270 und benötigten dafür 23 Jahre. Weiters befindet sich im Baptisterium das Grabmahl des Gegenpapstes Johannes XXIII (Kardinal Baldassarre Coscia), das gemeinsam von Donatello und Michelozzo geschaffen wurde.