Schriftsteller und Poeten in Florenz im Zeitalter der Renaissance

Niccolò Machiavelli
Die
Renaissance war generell das Zeitalter der Blüte im Bereich der Kunst. Unter dem Einfluss der Regenten wie Lorenz de’Medici, der selbst Autor war und „Il trionfo di Bacco e Arianna“ 1490 schrieb, entwickelte sich eine Bewegung, die unter dem Namen Humanismus bekannt ist. Eine Bewegung, die alle Wissensbereiche abdeckt. Einer der wichtigsten Repräsentanten des Humanismus im Bereich der Literatur war der Architekt, Mathematiker und Sprachwissenschafter Leon Battista Alberti (Genua 1404 – Rom 1472). Zwischen 1433 und 1441 verschrieb er sich der Literatur und schuf in der volkstümlichen Sprache sein umfangreiches Werk „Über die Familie“. Hier schrieb er über die Ökonomie des familiären Haushalts, über die Ehe, die Erziehung der Kinder und über die Freundschaft.
Ein Verwandter von Lorenzo Il Magnifico, Agnolo Ambrogini – genannt il Poliziano (Montepulciano 1454 –
Florenz 1494) schuf im Jahre 1475 den Kurzepos „Stanze per la giostra“, sowie die „Fabula di Orpheo“. Poliziano wendete sich ab 1477 fast ausschließlich klassischen Studien zu. 1480 erhielt er den Lehrstuhl der griechischen und lateinischen Literatur an der Universität
Florenz
Der Florentiner Niccolo Machiavelli (1469-1527) ist vor allem für seine Abhandlung „Der Fürst“ bekannt, in der er das Ideal eines absolutistischen Herrschers darstellt, er schuf aber auch historische und literarische Werke, so die Komödie „Die Liebesalraune“ (La Mandagola).
Beinahe zur gleichen Zeit wie Machiavelli zeichnete sich Francesco Guicciardini (Florenz 1483-1540), der ebenso politisch engagiert wie schriftstellerisch begabt war. Seine Bücher „Geschichte Italiens“, sowie „Die Geschichte von Florenz“, bildeten die Grundlange für die modernen Geschichtsbücher.